Anstoß im Volksparkstadion: Zweite Pokalrunde mit Brisanz
Der Hamburger SV empfängt Eintracht Frankfurt am Dienstag, 27. Oktober 2026, zu einem Duell in der 2. Runde des DFB-Pokals. Der Anstoß erfolgt um 18 Uhr im Volksparkstadion in Hamburg, im Rahmen von insgesamt acht Zweitrundenspielen des Tages, darunter drei reine Bundesliga-Duelle.
Beide Mannschaften reisen mit wenig Rückenwind an. Drei Tage nach den Niederlagen in Paderborn und Dortmund treffen sich der Hamburger SV und Eintracht Frankfurt im Pokal. Entsprechend groß ist der Ehrgeiz beider Clubs, mit einem Sieg wieder in die Spur zu finden und das Achtelfinale zu erreichen.
Ein Pokal-Trauma, das ausgerechnet heute 16 Jahre alt wird
Für den HSV ist die Partie auch eine Geschichtsstunde mit bitterem Beigeschmack. Hamburg hat noch nie gegen Eintracht Frankfurt im Pokal gewonnen – mit drei Siegen und 10:3 Toren spricht die Bilanz eine klare Sprache für die Adlerträger.
Noch pikanter: alle drei Pokalduelle mit dem HSV hat Frankfurt gewonnen, zuletzt genau heute vor 16 Jahren, am 27. Oktober 2010, mit 5:2. Für Hamburg wäre ein Erfolg also nicht nur der Einzug ins Achtelfinale, sondern auch die lang ersehnte Revanche für ein historisches Trauma.
Die Aufstellungen beider Teams
Hamburger SV: Vier Wechsel nach der Pleite in Paderborn
Nach dem 0:1 in Paderborn gibt es beim HSV vier personelle Änderungen: Im Tor steht Tangvik anstelle von Stammkeeper Heuer Fernandes, dazu rücken Sambi Lonkonga, Grönbaek und Moffi ins Team und ersetzen die verletzt fehlenden Nadir, Vieira und Poulsen. Trainer Merlin Polzin setzt damit auf ein 3-4-2-1 mit Tangvik im Tor, einer Dreierkette aus Nandja, Bornauw und Omari sowie Moffi als Sturmspitze.
Eintracht Frankfurt: Götze und Burkardt in der Startelf
Frankfurt läuft im 4-4-2 mit Atubolu im Tor auf, davor Collins, Koch, Maluze und Baum, im Mittelfeld Doan, Onyedika, Götze und Chaibi, im Sturm Uzun und Burkardt. Mit Jonathan Burkardt und Mario Götze schickt Cheftrainer Adi Hütter zwei Offensivkräfte mit Erfahrung und Torgefahr ins Rennen.
Wo läuft HSV gegen Frankfurt heute im TV?
Für Fußballfans in Deutschland gibt es eine echte Überraschung: Das Duell zwischen dem HSV und Eintracht Frankfurt ist eines von zwei DFB-Pokalspielen, die am heutigen Dienstag im Free-TV übertragen werden – live bei RTL, wo um 17.30 Uhr die ausführliche Vorberichterstattung beginnt. Moderiert wird die Sendung von Florian König, als Experte fungiert Lothar Matthäus, während Kommentator Marco Hagemann die Partie begleitet.
Wer kein Free-TV zur Verfügung hat, kann ausweichen: Alternativ lässt sich die Begegnung im kostenpflichtigen Livestream bei RTL+ verfolgen, zudem zeigt Sky das Spiel parallel über die eigenen Kanäle sowie im Stream bei WOW und Sky Go.
Adi Hütters zweite Amtszeit und der Blick nach vorn
Für Eintracht Frankfurt ist die Partie auch ein Prüfstein für Adi Hütter, der nach seiner ersten Amtszeit zwischen 2018 und 2021 im Sommer 2026 an den Main zurückgekehrt ist. Sein Vorgänger Dino Toppmöller war im Januar 2026 nach einem schwachen Jahresstart entlassen worden, auch sein Nachfolger hielt sich nur kurz im Amt, ehe sich der Verein für die Rückkehr des Österreichers entschied.
Sportlich bleibt für beide Clubs ohnehin wenig Zeit zum Verschnaufen: Fünf Tage nach dem Pokalduell treffen HSV und Frankfurt bereits wieder aufeinander – dann in der Bundesliga in Frankfurt. Wer sich im Pokal durchsetzt, zieht zudem ins Achtelfinale ein und bleibt im Rennen um den Titel, den sich die Hessen in der jüngeren Vergangenheit bereits sichern konnten. Für den HSV, der nach dem Aufstieg seine ersten Bundesliga-Jahre seit Langem bestreitet, wäre ein Erfolg gegen einen etablierten Erstligisten ein wichtiges Signal – auch mit Blick auf das jüngste Testspiel gegen Kopenhagen, das den Hamburgern zuletzt Selbstvertrauen gegeben hatte.
Am Ende zählt im K.-o.-System des DFB-Pokals nur der Sieg: Bei einem Unentschieden nach 90 Minuten geht es in die Verlängerung, bleibt es dabei torlos oder ausgeglichen, entscheidet das Elfmeterschießen über den Einzug ins Achtelfinale.
