Der FC Bayern München führte am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, zur Halbzeit mit 2:0 beim SC Freiburg im Europa-Park Stadion. Austragungsort des Spitzenspiels des 7. Bundesliga-Spieltags war das Europa-Park Stadion in Freiburg. Matchwinner der ersten Hälfte war ausgerechnet ein Spieler, der zuletzt kaum eine Rolle gespielt hatte: Serge Gnabry.

Upamecano und Gnabry schießen Bayern in Front

Nach 16 Minuten blockte Dayot Upamecano zunächst einen Schuss von Freiburgs Niklas Beste ab, leitete sofort den Gegenangriff ein und lief im Vollsprint durch, ehe er den Ball von Michael Olise in den Lauf gespielt bekam und zum 0:1 einschob. In der 42. Minute legte Gnabry nach, als er von Nathaniel Brown auf der linken Seite in die Tiefe geschickt wurde, im Sechzehner wieder an die Kugel kam, aus spitzem Winkel abzog, Backhaus tunnelte und ins kurze Eck traf.

Zur Pause hatten die Münchner von Beginn an die Kontrolle übernommen und das Spielgeschehen bestimmt, ehe sie sich nach einer Viertelstunde mit der Führung belohnten. Für den Rekordmeister war es ein weiterer Beleg der enormen Offensivstärke dieser Saison: 22 Treffer nach sechs Ligaspielen bedeuteten bereits vor dem Anpfiff den Bestwert der Bundesliga.

Serge Gnabry: Vom Bankdrücker zum Torschützen

Für Gnabry war der Treffer von besonderer Bedeutung. Bei seinem Startelf-Comeback in der Bundesliga gelang ihm der erste Saisontreffer. Der Flügelspieler hatte zuletzt häufig hinter Michael Olise und Luis Díaz zurückstehen müssen und nutzte die erzwungene Umstellung im Münchner Angriff nun zu seinem Vorteil.

FC Bayern ohne Kompany: Eine beispiellose Personalnot

Der kranke Trainer und sein Vertreter

Die Münchner reisten ohne ihren Cheftrainer nach Freiburg. Vincent Kompany wurde bereits am Freitag mit dem Krankenwagen in eine Klinik eingeliefert, die Diagnostik läuft weiterhin, und er wird dem FCB länger nicht zur Verfügung stehen. Mehr zum Zusammenbruch des Bayern-Trainers ist in einem eigenen Artikel nachzulesen. An der Seitenlinie in Freiburg übernahm stattdessen Assistenzcoach Aaron Danks die Verantwortung.

Die lange Liste der Ausfälle

Neben Kompany fehlten dem Team auch zahlreiche Spieler. Joshua Kimmich fehlte wegen eines Trauerfalls im engsten Familienkreis, Manuel Neuer wegen einer anhaltenden Sehnenreizung im Fuß, Minjae Kim mit einer muskulären Verletzung sowie Luis Díaz und Jamal Musiala jeweils mit Muskelverletzungen; zudem standen Aleksandar Pavlović wegen Wadenbeschwerden und Bara Ndiaye nach einer Blinddarm-Operation nicht zur Verfügung. Über den Trauerfall von Kimmich, dessen Vater kürzlich verstarb, berichtete SportVoz bereits in einem eigenen Artikel. Auch der angeschlagene Rückhalt Manuel Neuer musste erneut zuschauen, sodass Jonas Urbig im Tor stand.

Trotz der dünnen Personaldecke, insbesondere im zentralen Mittelfeld, lief Bayern im gewohnten 4-2-3-1 auf: Urbig im Tor, Stanišić, Upamecano, Tah und Brown in der Abwehr, Laimer und Bischof im Zentrum sowie Karl, Olise und Gnabry hinter Kane.

SC Freiburg: Vom Höhenflug in die Krise?

Zwei Niederlagen in Folge vor dem Topspiel

Für den Sport-Club war es die nächste große Herausforderung in einer ohnehin schwierigen Woche. Freiburg hatte mit 13 Punkten einen starken Saisonstart hingelegt und stand als Dritter da, geriet aber zuletzt ins Stocken: Auf das 1:2 in Leverkusen folgte am Donnerstag ein 0:3 bei der AS Monaco in der Conference League. Die Niederlage bei Bayer Leverkusen behandelte SportVoz bereits ausführlich im Artikel über Ibrahim Mazas Siegtor gegen Freiburg. Trainer Julian Schuster brachte die Lage vor dem Spiel auf den Punkt: „Der Lauf ist definitiv unterbrochen für den Moment mit den zwei Niederlagen“, sagte der Freiburger Coach.

Tabelle und Ausblick

Vor dem Anpfiff hatten die Bayern 14 Punkte und mit 22:5 Toren die beste Offensive der Liga, lagen aber nach dem 1:0 von Borussia Dortmund gegen Frankfurt am Samstag nur noch auf Platz zwei; mit einem Sieg in Freiburg konnten sie wieder vorbeiziehen. Auswärts war die Bilanz der Münchner in dieser Saison allerdings durchwachsen: ein Sieg in Elversberg sowie Remis auf Schalke und in Augsburg zeigten, dass auch ohne volle Kaderstärke schwierige Auswärtsspiele auf dem Programm standen.

Übertragen wurde die Partie exklusiv live bei DAZN, ohne Free-TV oder Sky. Nach der Pause ging es für beide Teams um viel: Für Freiburg darum, den Negativlauf zu stoppen, für Bayern darum, die Tabellenführung in der Bundesliga zurückzuerobern und die personelle Krise im Umfeld des FC Bayern München trotz allem erfolgreich zu überstehen.