Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat am Sonntagabend, 4. Oktober 2026, im Toumba-Stadion von Thessaloniki ein torloses 0:0 gegen Griechenland erreicht. Trotz klarer Überlegenheit in der ersten Halbzeit gelang dem Team von Bundestrainer Jürgen Klopp kein Treffer, weil ein Tor von Jonathan Burkardt nach Videobeweis aberkannt wurde. Die Deutsche Nationalmannschaft bleibt damit in der Tabelle der Gruppe A2 der Nations League nur Dritter.
Was geschah in Thessaloniki?
Starke Überlegenheit, einige Chancen, aber keine Tore - die deutsche Nationalmannschaft kam trotz eines guten Spiels mit zahlreichen Abschlüssen nicht über ein 0:0 gegen lange mauernde Griechen hinaus und muss nach verpasster Revanche um das Nations-League-Viertelfinale zittern. 13:1 Torschüsse, 0:0 lautete die Statistik zur Pause, doch der entscheidende Pass oder Abschluss fehlte in den entscheidenden Momenten.
Kapitän Florian Wirtz führte eine Mannschaft an, die in Durchgang eins dominierte, nach der Pause aber zunehmend den Faden verlor. Torhüter Jonas Urbig musste in dieser Phase kaum eingreifen, während Griechenland sich hinten verschanzte und am Ende den Punkt wie einen Sieg feierte.
Burkardts aberkanntes Tor und die rote Karte auf der Tribüne
Der VAR-Entscheid gegen Burkardt
Die Mannschaft von Jürgen Klopp war vor allem in der ersten Halbzeit klar überlegen, ein Tor von Jonathan Burkardt wurde aber nach Videobeweis aberkannt. Auslöser war ein Handspiel von Tom Bischof im Mittelfeldgewühl, nachdem der letzte Pass fehlte - und als er von Scherhant auf Burkardt mal kam, wurde dessen Tor wegen eines Handspiels von Tom Bischof im Mittelfeldgewühl zurückgenommen.
Platzverweis für den griechischen Sportdirektor
Für die kurioseste Szene des Abends sorgte nicht das Spiel selbst, sondern die Seitenlinie. Der französische Schiedsrichter Clément Turpin zückte bereits in der 38. Minute beim Stand von 0:0 die Rote Karte – zeigte sie allerdings keinem Spieler. Nach einem Foulspiel des deutschen Nationalspielers Waldemar Anton an Vasilios Torosidis beschwerte sich Griechenlands Sportdirektor Dimitrios Torosidis offenbar zu intensiv. Der Unparteiische griff durch, zeigte Anton für das Foul Gelb und Torosidis Rot. Für den Sportdirektor ging es auf die Tribüne.
Klopp bleibt trotz des Ärgers gelassen
Nach dem Abpfiff zeigte sich der Bundestrainer überraschend zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft. Jürgen Klopp sieht allerdings keinen Anlass, die Situation nach seinem vierten Spiel als Bundestrainer negativ zu beurteilen. Im Gegenteil: Vielmehr sei der einzige "Makel" und "Wermutstropfen" gewesen, dass seine Mannschaft ihre Chancen im stimmungsvollen Toumba-Stadion von Thessaloniki nicht genutzt habe.
Wörtlich sagte Klopp laut ZDF: «Wenn man mir vor einer Woche gesagt hätte, dass wir am Donnerstag und Sonntag so eine Leistung abliefern können, dann hätte ich das nicht geglaubt», und hob die erste Halbzeit als herausragend hervor. Die internationale Presse war deutlich kritischer: The Guardian schrieb, die deutsche Nationalmannschaft laufe unter Jürgen Klopp nicht auf Hochtouren, sie habe in vier Spielen nur einen Sieg errungen, dazu habe es eine Niederlage gegeben.
Enge Tabelle und ein schwieriger November
Die Gruppe A2 vor dem Showdown
Durch das Remis bleibt die Ausgangslage für das DFB-Team kompliziert. Weil die Niederlande parallel in Eindhoven 2:1 gegen Serbien gewannen, stehen Oranje und Griechenland nun bei acht Punkten. Die DFB-Elf hat als Dritter fünf Zähler, Serbien ist nach vier Niederlagen noch ohne Punkt. Nur die beiden Gruppenersten ziehen direkt ins Viertelfinale ein, der Dritte müsste in die Relegation.
Die nächsten Spiele im November
Nach dem Ergebnis steht fest: Selbst mit zwei Siegen in den kommenden Spielen in Serbien (13. November) und in Berlin gegen die Niederlande (16. November) wäre für den DFB ein Platz unter den ersten zwei Mannschaften nicht sicher. Es könnte sogar zu einem seltenen Dreiervergleich kommen, sollte Deutschland beide Partien gewinnen und die Ergebnisse der Konkurrenten mitspielen.
Die Bilanz unter dem neuen Bundestrainer nach vier Partien liest sich durchwachsen: ein Remis gegen die Niederlande, eine Niederlage gegen Griechenland im Hinspiel, ein Sieg gegen Serbien und nun erneut ein Remis gegen die Griechen. Wer sich für den aktuellen Umbruch beim DFB interessiert, findet weitere Hintergründe rund um die Trainerdiskussion beim DFB. Auch in anderen Gruppen der Nations League spitzt sich die Lage zu, etwa im Duell um Platz zwei zwischen Kroatien und England.
Für Deutschland bedeutet das 0:0 vor allem eines: Der Monat November wird zur Zitterpartie. Zwei Siege sind nötig, reichen aber womöglich nicht einmal für die direkte Qualifikation – ein Umstand, der die Ära von Jürgen Klopp als Bundestrainer von Beginn an unter Druck setzt.
