Der 1. FC Köln und der FC Schalke 04 haben sich am Samstag, dem 24. Oktober 2026, im Rheinenergiestadion im 129. Pflichtspiel-Duell beider Traditionsvereine im 129. Traditionsduell mit 0:0 getrennt. Der 1. FC Köln empfing den FC Schalke 04 im Rheinenergiestadion, Anpfiff war um 15.30 Uhr, vor 50.000 Zuschauern, die am Ende weniger über die Tabellensituation als über einen blutigen Zwischenfall sprachen.
Im Mittelpunkt stand ausgerechnet der Mann, für den dieses Spiel eigentlich ein Traum war: Robin Gosens. Der ehemalige deutsche Nationalspieler war im Sommer zu seinem Herzensklub Schalke 04 gewechselt, zunächst auf Leihbasis von der AC Florenz, mit der Option auf eine feste Verpflichtung. Gosens selbst hatte seine Bindung an die Knappen früh deutlich gemacht: «Schalke war der Verein, der mich zum Fußball gebracht hat», sagte der inzwischen 25-malige deutsche Nationalspieler einst über seinen Jugendklub.
Blutiger Zusammenprall überschattet die Partie
Ausgerechnet in dieser Rückkehr-Partie erlebte Gosens einen Schreckmoment. In der ersten Halbzeit sprangen er und sein Mitspieler Soufiane El-Faouzi in der 38. Minute für einen Kopfball in die Höhe und stießen mit den Köpfen zusammen, mit schmerzhaften und stark blutenden Folgen. Die Wucht des Zusammenpralls war so groß, dass zunächst auch die Kölner Mannschaftsärzte zur Hilfe eilten, um die verletzten Gegenspieler zu versorgen. Fotos vom Spielfeldrand zeigten zudem, wie sich Kölns Spitzenspieler Said El Mala offenbar besorgt mit Soufiane El-Faouzi unterhielt, während dieser vom Platz begleitet wurde.
Fairplay auf den Rängen
Trotz der Rivalität zwischen beiden Lagern sorgten die Zuschauer im Rheinenergiestadion für einen versöhnlichen Moment. Laut Berichten hätten die Kölner Anhänger den beiden Schalkern applaudiert, als sie vom Rasen gebracht wurden – eine Geste, die als «ein Zeichen von Respekt und Fairness» gewertet wurde. Für Gosens kam Vitalie Becker, für El-Faouzi Janik Bachmann ins Spiel. Nach der Partie meldete sich auch der Verein öffentlich zu Wort: «Gute Besserung an Robin und Soufi», schrieb Schalke in einem Beitrag zur Halbzeitpause auf Instagram.
Wenig Fußball, viel Zweikampf
Sportlich bot die Partie wenig Höhepunkte. Nach einem ausgeglichenen Beginn übernahm Köln zunehmend die Ballkontrolle, gefährlich wurde es vor allem, wenn Hoffnungsträger Said El Mala beteiligt war. Ein vermeintlicher Treffer von Ísak Jóhannesson nach einer Parade von Schalke-Keeper Loris Karius zählte wegen einer vorangegangenen Abseitsposition nicht. Nach der Pause verlor Köln zunehmend den Faden, während Schalke seltener, aber gefährlicher nach vorne kam – ohne dass es noch zu einem Tor reichte.
Tabellensituation nach dem 7. Spieltag
Köln bleibt zu Hause ungeschlagen
Für den 1. FC Köln bedeutete das Remis eine kleine Zäsur: der Klub blieb zu Hause zwar weiter ungeschlagen, musste aber erstmals in dieser Saison in einem Heimspiel auf einen eigenen Treffer verzichten. In der Tabelle steht der Klub nach dem Spiel auf Platz 11 mit acht Punkten, bevor es im nächsten Pflichtspiel auswärts bei Union Berlin weitergeht. Die Partie reiht sich damit in die laufende Bundesliga-Saison ein, in der im unteren Tabellendrittel derzeit jeder Punkt zählt.
Schalke wartet weiter auf einen Sieg
Für den FC Schalke 04 ist die sportliche Bilanz dagegen ernüchternd: Die Mannschaft blieb zum vierten Mal in Serie sieglos und steht auf Platz 16 mit sechs Punkten. Nach dem direkten Vergleich mit Köln richtet sich der Blick bei den Königsblauen nun vor allem auf die Gesundheit von Gosens und El-Faouzi, ehe es für den Aufsteiger in den kommenden Wochen um dringend benötigte Punkte im Abstiegskampf geht. Erst vor wenigen Spieltagen hatte Schalke beim torreichen Auftritt gegen Freiburg gezeigt, dass offensiv durchaus mehr möglich ist als an diesem zähen Nachmittag in Köln.
Wie geht es für Gosens weiter?
Offizielle Diagnosen zu den Kopfverletzungen von Gosens und El-Faouzi lagen unmittelbar nach dem Abpfiff noch nicht vor. Beide Spieler konnten den Rasen jedoch aus eigener Kraft verlassen, was zumindest ein erstes positives Signal war. Für Gosens, der mit seinem Wechsel nach Gelsenkirchen einen langgehegten Traum seiner Nationalmannschafts-Karriere gekrönt hatte, dürfte es in den kommenden Tagen vor allem um die Frage gehen, ob er im nächsten Bundesliga-Spiel wieder auflaufen kann.
