Bayer 04 Leverkusen hat am Sonntag, dem 18. Oktober 2026, in der BayArena den SC Freiburg mit 2:1 (1:1) bezwungen und dem bisherigen Tabellenführer der Bundesliga die erste Saisonniederlage zugefügt. Matchwinner der Werkself war Ibrahim Maza, der an beiden Leverkusener Toren direkt beteiligt war.

Maza und Schick drehen das Spitzenspiel

Maza war direkt an beiden Leverkusener Toren beteiligt: Er traf selbst zum 1:1 und bereitete mit einer Einzelaktion an der Eckfahne den Siegtreffer von Schick zum 2:1 vor, wofür er mit 127 Fantasy-Punkten den höchsten Wert aller Spieler der Partie erzielte und von den Fans zum Spieler des Spiels gewählt wurde.

Scherhant bringt Freiburg früh in Führung

Derry Scherhant brachte Freiburg in der 14. Minute in Führung, Ibrahim Maza glich sofort aus, Patrik Schick erzielte in der 76. Minute den Siegtreffer. Nach dem Rückstand traf Ibrahim Maza nach Vorarbeit von Patrik Schick zum 1:1, ehe sich die Partie bis zur zweiten Hälfte auf hohem Niveau neutralisierte.

Schick mit historischem Treffer

In der entscheidenden Szene behauptete Maza an der rechten Eckfahne den Ball gegen zwei Freiburger, tunnelte sich in die Mitte und legte mit dem nächsten Beinschuss für Schick auf, der aus sechs Metern zum 2:1 traf. Der Treffer hatte historischen Wert: Der Treffer in der 76. Minute war Schicks sechstes Saisontor im sechsten Spiel. Mit seinem sechsten Saisontor überflügelte Schick Dimitar Berbatow aus der Saison 2005/06 und Stefan Kießling aus der Saison 2009/10 und ist damit alleiniger Bayer-Rekordtorschütze nach sechs Spieltagen einer Bundesliga-Saison. Die Partie wurde zudem durch eine kuriose Szene unterbrochen: 30.210 Zuschauer sahen nach Tennisballwürfen eine rund fünfminütige Unterbrechung.

Freiburg verliert die Tabellenführung

Für den SC Freiburg bedeutete die Niederlage das Ende einer beeindruckenden Serie. Nach fünf Bundesliga-Spieltagen führte der Sport-Club die Tabelle an. Durch die Pleite in Leverkusen zogen Bayern München und Borussia Dortmund am Sport-Club vorbei, während Leverkusen punktgleich mit Freiburg auf Rang vier steht.

Stimmen nach dem Abpfiff

Bei den Freiburgern überwog der Frust. Nationalspieler Derry Scherhant sagte, es sei «sehr, sehr bitter, weil wir eigentlich ein gutes Spiel machen», auch wenn er sich über sein eigenes Tor freue. Mitspieler Jan-Niklas Beste kritisierte das Defensivverhalten beim entscheidenden Gegentor und fand deutliche Worte: «Da sind wir einfach zu gierig. Das ist dann zu billig, ganz einfach.»

In der Schlussphase warf sich Freiburg noch einmal nach vorne, doch Freiburg drängte in der Schlussphase durch Cyriaque Irié und Lucas Höler auf den Ausgleich, blieb aber ohne Erfolg - Hölers Kopfball in der Nachspielzeit (90.+3) ging knapp daneben.

Was der Sieg für Leverkusen bedeutet

Für die Werkself kommt der Erfolg zur rechten Zeit. Gegen Bayer 04 war der Sport-Club allerdings seit sieben Bundesligaspielen sieglos bei vier Niederlagen und drei Remis, dennoch hatte Leverkusen zuvor eine schwierige Phase in der Liga durchlaufen: in Leverkusen setzte es zuletzt drei Pleiten in Folge. Vor dem Spiel war die Mannschaft jedoch in starker internationaler Form, nachdem es unter der Woche für die Werkself jedenfalls einen deutlichen Sieg in der Europa League gab, zuvor war B04 in Mainz erfolgreich. Ähnlich wie zuletzt beim torreichen Duell Freiburgs mit Schalke zeigte sich auch gegen Leverkusen, wie eng es in der oberen Tabellenhälfte derzeit zugeht.

Wie geht es für beide Teams weiter?

Der SC Freiburg unter Trainer Julian Schuster muss die Niederlage nun schnell verarbeiten. Als Dritter geht es nächste Woche gegen den FC Bayern, davor wartet noch die Reise zur AS Monaco. Leverkusen wiederum hofft, den Schwung aus dem Erfolg über den bisherigen Spitzenreiter mitzunehmen und den Rückstand auf die Tabellenspitze weiter zu verkürzen. Mit dem Rekordtor von Schick und der Galavorstellung von Maza hat die Werkself jedenfalls ein deutliches Ausrufezeichen im engen Spitzenfeld der Bundesliga gesetzt.