Vom Skihang ins Fußball-Studio
Armin Assinger saß am Mittwochabend, dem 14. Oktober, in einer ungewohnten Rolle vor der Kamera. Der Kärntner war an diesem Tag als „Special Guest“ bei Sky Sport Austria zu sehen, und zwar nicht bei Skirennen oder in der ORF-„Millionenshow“, sondern mitten im Fußballgeschäft.
Der ehemalige Skirennläufer tauschte für einen Abend seine gewohnte Rolle gegen einen Platz in der Fußball-Expertenrunde und verfolgte dort besonders aufmerksam Manchester-City-Stürmer Erling Haaland. Für viele Zuseher war die Kombination aus Assinger und der Königsklasse ungewohnt, denn man kennt ihn vor allem als ehemaligen Skirennläufer und langjährigen Moderator der ORF-„Millionenshow“.
Der Auftritt bei Sky Sport Austria
Ein angekündigter Gastauftritt
Der Einsatz kam nicht aus dem Nichts: Sky Österreich hatte Assinger bereits am 12. Oktober offiziell als „Special Guest“ für den Champions-League-Abend angekündigt. Im Mittelpunkt der Sendung stand das Spitzenspiel zwischen Manchester City und Paris Saint-Germain.
Im Studio war Assinger dabei nicht allein: Moderiert wurde die Sendung von Martin Konrad, neben Assinger saßen auch Österreichs ehemaliger Rekordteamspieler Andreas Herzog und Marko Stankovic. Herzog war erst zwei Tage zuvor ebenfalls mit Assinger aufgetreten, denn Assinger hatte den Fußball-Experten am Montag bei der Promi-Sportler-„Millionenshow“ gemeinsam mit Toni Polster zu Gast.
Schwärmerei über einen „kaltblütigen“ Star
Besonders angetan zeigte sich Assinger von Erling Haaland. Nach dem Spiel fand der 62-Jährige deutliche Worte für Haalands Spielweise, vor allem für dessen Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor. Wörtlich sagte er bei Sky: „Was mir da immer auffällt, wie kaltblütig dieser Mensch ist. Da gibt es kein Nachdenken, kein Fackeln.“
Noch bildhafter wurde Assinger anschließend, als er seine Beobachtung mit einem Vergleich aus dem Volksmund zusammenfasste: „Dort steht die Kiste, dort muss der Ball hin. Wuchtel her und Richtung Tor.“ Die unkomplizierte Analyse kam beim Publikum gut an, weil sie ganz nach dem bekannten Assinger-Schmäh klang.
Sportlich ging der Abend für Haalands Mannschaft dennoch verloren. Manchester City musste sich im eigenen Stadion erstmals seit acht Spielen geschlagen geben, nachdem Paris Saint-Germain eine 3:0-Führung aus der ersten Halbzeit über die Zeit brachte. Haaland sorgte zwar mit einem Treffer in der 75. Minute noch einmal für Spannung, am Ende stand jedoch eine 2:4-Niederlage der «Skyblues» zu Buche.
Assingers zweites Leben vor der Kamera
Dass Assinger sich im TV-Geschäft wohlfühlt, ist in Österreich seit Jahrzehnten bekannt. Seine mediale Karriere begann einst im Ski-Weltcup, wo er nach dem Karriereende als Experte und Kommentator einstieg, ehe er zum Gesicht der „Millionenshow“ wurde. Sein Bruder Roland Assinger ist heute als Cheftrainer im Lager des ÖSV tätig, womit die Familie dem alpinen Skisport eng verbunden bleibt.
Für ein Fußballpublikum war der Auftritt dennoch ein Novum. Auf die Frage nach seiner Rolle im Fußballstudio reagierte Assinger selbstironisch: „Ich bin einer von achteinhalb Millionen Trainern. Und sozusagen die Stimme des Volkes.“ Mit diesem Augenzwinkern machte er klar, dass er sich selbst nicht als ausgewiesenen Taktikexperten sieht, sondern als unterhaltsamen Blick von außen auf die große Fußballbühne.
Bleibt es bei einem einmaligen Gastspiel?
Viele Fans fragten sich nach der Sendung, ob Assinger künftig öfter im Fußballstudio zu sehen sein wird. Die Antwort der Berichterstattung ist eindeutig: Assinger war als prominenter Gast eingeladen, eine dauerhafte Rolle als Fußball-Experte bei Sky wurde nicht angekündigt.
Der Auftritt bleibt damit vorerst eine einmalige Episode in Assingers ohnehin bunter Medienkarriere. Für Fans der Premier League, in der Haaland und Manchester City regelmäßig auflaufen, dürfte der Abend dennoch als kurioses Zwischenspiel österreichischer Fernsehgeschichte in Erinnerung bleiben. Auch andere ORF-Gesichter wie Rainer Pariasek sorgten zuletzt mit ungewöhnlichen Sport-Momenten für Gesprächsstoff – ein Zeichen, dass die Grenzen zwischen den Sportarten im heimischen Fernsehen zunehmend verschwimmen.
