ORF-Sportmoderator Rainer Pariasek war in den vergangenen Tagen gleich mehrfach Gesprächsthema: Beim Nations-League-Auswärtsspiel des ÖFB-Teams in Dublin sorgte zunächst eine launige Wortduell mit Teamchef Ralf Rangnick für Lacher, kurz darauf wirbelte ein Vogel während der Live-Sendung im Studio Chaos. Begleitet wurden die TV-Pannen von der Nachricht, dass Pariasek in seiner Heimat Wachau eine besondere Auszeichnung erhalten hat.
Rangnick kontert Pariaseks Kalajdzic-Frage
Kurz vor dem Anpfiff gegen Irland war Teamchef Ralf Rangnick bei Pariasek zu Gast, um die Aufstellung gegen die Boys in Green zu besprechen. Pariasek fragte angesichts der Startelf-Nominierung von Sasa Kalajdzic: „Hat er denn schon die Kraft, dass er durchspielen kann?“
Rangnick ließ die Frage nicht unkommentiert und antwortete mit einem Lacher: „Das glaube ich nicht, musste Rangnick lachen: Da wissen Sie wohl mehr. Er wird so 60 Minuten spielen, auch der Michael Gregoritsch brennt auf einen Einsatz.“ Die Szene machte schnell die Runde und wurde von mehreren Medien als humorvoller Seitenhieb des Teamchefs gegen den Anchorman eingeordnet.
Vogel-Attacke auf Ivanschitz sorgt für Aufregung
Nicht genug damit: Der ORF erwischte beim 2:2 in Irland nicht den besten Tag. Während der laufenden Übertragung traf ein irischer Vogel direkt Experte Andi Ivanschitz, was für einen weiteren kuriosen Moment im Studio sorgte. Begleitet wurde die Szene von der Schlagzeile, wonach Ivanschitz seinen Kollegen Pariasek noch vor der eigentlichen Attacke gewarnt haben soll – ein Moment, der in sozialen Netzwerken rasch für Erheiterung sorgte.
Zusammengefasst beschrieben Medien den Abend so: Zuerst lieferte Anchorman Rainer Pariasek Teamchef Rangnick eine „Auflage“, die dieser brutal verwertete, dann versenkte einen Treffer auch ein irischer Vogel – direkt auf Experte Andi Ivanschitz.
Österreichs Aufholjagd beim 2:2 in Dublin
Sportlich bot die Partie selbst Dramatik: Nach einem bitteren 0:2-Rückstand zeigte das ÖFB-Team eine furiose Aufholjagd und bewies beim 2:2 in Irland Moral, ließ aber auch einige Wünsche offen. Rangnick analysierte die Partie nach Schlusspfiff differenziert: „Es waren zwei grundverschiedene Hälften. In der ersten hatten wir in allen Bereichen das Nachsehen, zu wenig Energie auf dem Platz und haben zu wenige zweite Bälle gewonnen.“
Positiver fiel sein Fazit zur zweiten Hälfte aus: „Die Reaktion in der zweiten Hälfte, vor allem in der letzten halben Stunde war richtig gut, am Schluss waren wir dem Sieg näher.“ Das Remis reiht sich in die laufende Nations League-Kampagne des ÖFB-Teams ein, in der zuletzt auch der Heimerfolg gegen Kosovo im Prater für Schlagzeilen sorgte.
Auszeichnung in der Wachau: Pariasek wird Festpräsident
Abseits der Fußball-Bühne gab es für Pariasek in dieser Woche auch Grund zur Freude. Rainer Pariasek ist das Gesicht des ORF Sport und absoluter Kult – und in seiner Heimatregion wird ihm nun eine besondere Ehre zuteil. Bereits im Sommer war angekündigt worden: Im Herbst wird Pariasek die Festpräsidentenkette überreicht.
Damit tritt der Moderator in große Fußstapfen, denn er tritt in die Fußstapfen von niemand Geringerem als Ex-Ski-Ass Fritz Strobl. Passend dazu betonte Landtagspräsident Karl Wilfing die Verbindung Pariaseks zu seiner Heimat: Pariasek lebt mit seiner Familie in der Wachau zu Hause und ist, wie Wilfing erklärt, ein „echter Weinkenner und Weinliebhaber“.
Wie geht es für Pariasek und das ÖFB-Team weiter?
Sportlich richtet sich der Blick nun auf die kommenden Nations-League-Aufgaben des Nationalteams, bei denen Pariasek gewohnt als TV-Gesicht durch die ORF-Sendungen führen dürfte. Nach dem turbulenten Abend in Dublin wartet mit dem Duell gegen Kosovo im Prater bereits die nächste wichtige Standortbestimmung für das Team von Ralf Rangnick.
Für Pariasek selbst dürfte die Mischung aus TV-Pannen und persönlicher Ehrung exemplarisch für seine Rolle im österreichischen Sportfernsehen stehen: Seit Jahren polarisiert und unterhält der Moderator gleichermaßen, ohne dass seine Fans ihm die Treue aufkündigen. Die jüngsten Ereignisse rund um Dublin und die Wachau dürften diesen Ruf nur weiter festigen.
