Im Bundesliga-Duell zwischen dem SC Freiburg und dem FC Schalke 04 am Sonntag, den 11. Oktober 2026, steht es zur Halbzeit 1:1. Austragungsort ist das Europa-Park Stadion in Freiburg, Anpfiff war um 17.30 Uhr, als Schiedsrichter fungiert Martin Petersen.
Gantenbein kontert Eggesteins Führungstreffer
Die Hausherren gingen zunächst wie erwartet in Führung: Nach einem Eckball köpfte Maximilian Eggestein in der 10. Minute zum 1:0 ein. Die Breisgauer erarbeiten sich einen weiteren Eckstoß und mit diesem klingelt es jetzt. Freiburg geht mit 1:0 in Führung.
In der Folge hatte der SC Freiburg das Spiel voll im Griff. Die Königsblauen kamen derweil kaum über die Mittellinie hinaus, geschweige denn bis zum Freiburger Sechzehner, während die Breisgauer die Gelsenkirchener tief in der eigenen Hälfte einschnürten. Eine Unaufmerksamkeit in der Defensive hätte beinahe sogar zum 2:0 geführt, doch Schalkes Schlussmann parierte sicher.
Ausgerechnet aus einem ruhenden Ball heraus schlug dann der Außenseiter zurück: In der 30. Minute traf Adrian Gantenbein zum überraschenden Ausgleich. Wahnsinn! Eben jene Ecke reicht den Königsblauen, um aus dem völligen Nichts auf 1:1 auszugleichen. Für den jungen Schalker war es ein Treffer mit Symbolkraft – mitten in einer Phase, in der sein Team offensiv kaum stattfand.
Schalkes mutiger Umbruch unter Muslić
Vier neue Gesichter, Džeko zunächst nur Joker
Trainer Miron Muslić veränderte seine Startelf für das Gastspiel im Breisgau nach Medienberichten gleich an vier Positionen. Stürmer Edin Džeko, in dieser Saison bislang wichtigster Torschütze der Knappen, nahm zum Anpfiff zunächst nur auf der Bank Platz – eine Entscheidung, die vor dem Spiel für Gesprächsstoff bei den Anhängern sorgte.
Karius zwischen den Pfosten
Im Tor der Gäste stand erneut Loris Karius, der in der ersten Hälfte mehrfach gefordert war. Yannik Engelhardt schaltete sich vorne ein und wurde angespielt, Katić konnte beim Klärungsversuch nur Engelhardt anschießen, doch Karius passte hervorragend auf und parierte den Ball sicher. Auch bei einer weiteren gefährlichen Hereingabe steckte Derry Scherhant für Jordy Makengo durch, ehe dessen Flanke bei Karius landete – der Schalke-Keeper bewahrte sein Team damit vor einem frühen Rückstand in Grund und Boden.
Tabellenlage und große Ambitionen
Vor dem Anpfiff ging es für beide Clubs um unterschiedliche Ziele. Die Tabelle wies den SC Freiburg nach vier Spieltagen mit zehn Punkten und einer Tordifferenz von plus neun auf Rang drei aus, während der FC Schalke 04 mit fünf Punkten und einer Tordifferenz von minus eins auf Platz zwölf stand. Mit zwölf erzielten Toren nach vier Spieltagen hatte der Sportclub bereits einen neuen Vereinsrekord aufgestellt und sich in der Spitzengruppe der Bundesliga festgesetzt. Ein Sieg hätte für die Breisgauer sogar Großes bedeutet: Mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen hatte der Sport-Club seinen besten Start in eine Bundesliga-Saison hingelegt, und nach den Ausrutschern des BVB und des FC Bayern winkte mit einem weiteren Dreier sogar die Tabellenführung.
Für den Aufsteiger aus Gelsenkirchen, der nach drei Jahren Abstinenz in die Bundesliga zurückgekehrt ist, zählt dagegen schon der Punktgewinn als Erfolg. Mit fünf Punkten aus vier Spielen und zuletzt drei ungeschlagenen Partien in Folge hatte sich der Aufsteiger bereits wacker geschlagen, bevor es in den Breisgau ging. Der Umbruch unter Muslić, dokumentiert auch im Umgang mit Torwart-Personalfragen anderer Bundesligisten, bleibt für Schalke ein zentrales Thema der laufenden Saison.
Wie geht es weiter?
Übertragen wurde die Partie live auf DAZN, zusätzlich konnte das Spiel im Liveticker auf SPORT1 verfolgt werden. Nach dem Duell im Breisgau wartet auf beide Teams dichtes Programm: Schalke empfängt kommenden Samstag im Rahmen des 6. Spieltags den FSV Mainz 05, während Freiburg zunächst bei Bayer Leverkusen gastiert, ehe es zum Topspiel gegen den FC Bayern München kommt. Schalkes parallele Teilnahme am DFB-Pokal bleibt für den Klub ein zusätzlicher Nebenschauplatz dieser Rückkehr-Saison.
Wie die zweite Halbzeit in Freiburg endgültig ausging, war zum Zeitpunkt dieses Berichts noch offen. Fest steht bereits jetzt: Mit dem Last-Minute-Ausgleich vor der Pause hat Schalke gezeigt, dass der Aufsteiger auch gegen einen der formstärksten Teams der Liga nicht kampflos untergeht.
