Giulia Gwinn, Kapitänin des FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft, muss erneut eine längere Verletzungspause hinnehmen. Die 27-Jährige zog sich am Samstagabend beim 1:0-Auswärtssieg der Bayern-Frauen bei Eintracht Frankfurt einen Außenbandriss im linken Sprunggelenk zu, wie der Klub am Montag nach eingehenden Untersuchungen bestätigte.
Gwinn knickte in der Schlussphase der Partie bei einem Laufduell um und musste nach einer ersten Behandlung auf dem Platz humpelnd ausgewechselt werden. Die 27-Jährige war in der Schlussphase des Bundesligaspiels am Samstag bei Eintracht Frankfurt (1:0) bei einem Laufduell umgeknickt und verließ nach einer ersten Behandlung auf dem Spielfeld humpelnd den Rasen. Auf der Bank wurde das Gelenk noch während des Spiels dick bandagiert.
Diagnose und Ausfallzeit
Die FC Bayern Frauen müssen in den kommenden Wochen auf Giulia Gwinn verzichten, nachdem sie sich im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt einen Außenbandriss im linken Sprunggelenk zugezogen hat. Eine konkrete Rückkehrprognose nannte der Verein zunächst nicht. Üblicherweise dauert die Trainingsrückkehr bei einem solchen Bänderriss vier bis acht Wochen, sofern kein operativer Eingriff vorgenommen wird; von einem solchen war in der Vereinsmitteilung nicht die Rede.
Diese Spiele verpasst Gwinn beim FC Bayern
Allein beim Klub drohen der Abwehrspielerin mindestens vier Ausfälle. Die Nationalspielerin dürfte damit mindestens vier Spiele der Bayern verpassen: die Bundesliga-Duelle mit dem VfB Stuttgart (19. Oktober) sowie mit RB Leipzig (23. Oktober), das Champions-League-Heimspiel gegen Real Madrid (28. Oktober) und das DFB-Pokal-Spiel gegen Bayer Leverkusen (1. November). Für den FC Bayern München ist das ein herber Verlust, schließlich hatten die Münchnerinnen zuletzt das Frauenbundesliga-Topspiel bei Eintracht Frankfurt mit 1:0 gewonnen und ihre beeindruckende Serie ausgebaut.
Pause für die WM-Tests gegen Australien und Japan
Noch schwerer wiegt der Ausfall für den DFB. Die 27-jährige Kapitänin der DFB-Nationalmannschaft muss entsprechend auch auf die anstehenden Länderspiele gegen Australien (09.10., Karlsruhe) und gegen Japan (13.10., Bremen) verzichten. Die beiden Testspiele dienen der Vorbereitung auf die deutsche Nationalmannschaft im Hinblick auf die WM 2027 in Brasilien. Die Partie gegen Australien wird um 20.30 Uhr im ZDF übertragen, das Spiel gegen Japan um 17.45 Uhr in der ARD.
Eine Karriere geprägt von Rückschlägen
Für Gwinn ist es bereits die nächste schwere Verletzung in einer von Pech verfolgten Laufbahn. Die Außenverteidigerin musste in ihrer Karriere immer wieder verletzungsbedingte Rückschläge hinnehmen: 2020 und 2022 zog sie sich jeweils einen Kreuzbandriss zu und verpasste dadurch die WM 2023 in Australien.
Auch danach riss die Pechsträhne nicht ab. Nach zwei Kreuzbandrissen in der Vergangenheit hatte sie sich auch im ersten EM-Spiel im Sommer 2025 verletzt und war für das Turnier ausgefallen; im April kugelte sie sich beim Länderspiel gegen Österreich die Schulter aus, im Mai war sie operiert worden und sollte nun ihr Comeback im DFB-Team geben. Erst vor wenigen Wochen hatte sie sich nach der Schulter-Operation zurückgekämpft und gerade erst wieder zu ihrer gewohnten Stärke zurückgefunden, bevor der nächste Rückschlag folgte.
Wie geht es für Bayern und DFB weiter?
Für Bundestrainer Christian Wück bedeutet der Ausfall erneutes Umplanen in der Defensive. Der Doublegewinner der vergangenen Saison muss seine Kapitänin ersetzen, während Gwinn an ihrer Genesung arbeitet. Der FC Bayern spielt in dieser Phase weiterhin um Titel in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League, muss dabei aber zunächst ohne seine Führungsspielerin auskommen.
Ein genaues Comeback-Datum nannte der Klub bislang nicht. Fest steht nur, dass Gwinn weder für die kommenden Länderspiele noch für mehrere Partien ihres Vereins zur Verfügung stehen wird. Die sportliche Leitung von Bayern und DFB wird die kommenden Wochen nutzen müssen, um die Defensive neu zu ordnen, bis die Kapitänin zurückkehrt.
