Der FC Bayern München beschäftigt sich einem Medienbericht zufolge bereits jetzt mit der Torwart-Zukunft nach Manuel Neuer. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, ist Ex-Nationaltorhüter Bernd Leno vom FC Fulham als möglicher neuer Ersatzkeeper hinter dem designierten Nachfolger Jonas Urbig im Gespräch. Die Meldung sorgte am Dienstag für großes Interesse rund um den deutschen Rekordmeister.
Warum plant Bayern schon jetzt die Neuer-Nachfolge?
Derzeit befindet sich der deutsche Rekordmeister auf der Suche nach einer neuen Nummer zwei hinter dem designierten Stammtorhüter Jonas Urbig, da sowohl die derzeitige Nummer eins Manuel Neuer (40) als auch Ersatz-Keeper Sven Ulreich (38) ihre Karrieren im Sommer womöglich beenden könnten. Beim Rekordmeister hat die Planung für die Zeit danach demnach bereits begonnen, auch wenn Neuer selbst noch keine endgültige Entscheidung über sein Karriereende getroffen hat.
Der FC Bayern muss sich in der kommenden Saison neu im Tor orientieren, denn mit 41 Jahren wird Manuel Neuer seine Karriere aller Wahrscheinlichkeit nach beenden und auch Sven Ulreich steht mit 38 vor dem Rücktritt. Für die Bayern-Verantwortlichen um Trainer Vincent Kompany steht damit ein möglicher Generationswechsel zwischen den Pfosten bevor.
Wer soll Jonas Urbig als neuer Ersatztorhüter zur Seite stehen?
Als designierter Stammtorhüter der Zukunft gilt weiterhin Jonas Urbig. Offen ist bislang, wer künftig die Rolle der Nummer zwei hinter ihm übernehmen soll. Das gesuchte Profil zeichnet sich dabei immer deutlicher ab: Statt eines weiteren jungen Talents wollen die Bayern offenbar einen routinierten Torhüter verpflichten, der Urbig unterstützt und gleichzeitig die Qualität besitzt, bei Bedarf zuverlässig einzuspringen.
Genau in dieses Profil soll laut Berichten nun Bernd Leno passen. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung hat der Rekordmeister den früheren deutschen Nationaltorwart Bernd Leno auf seiner Kandidatenliste, der derzeit für den FC Fulham in der Premier League spielt.
Was spricht für Bernd Leno als möglichen Bayern-Torhüter?
Leno bringt 233 Bundesliga- und 256 Premier-League-Spiele mit und kennt die Bundesliga aus seiner Zeit bei Bayer Leverkusen. Für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte er neun Spiele. Diese Erfahrung auf höchstem Niveau gilt als einer der Gründe, warum der 34-Jährige bei den Münchnern auf dem Zettel steht.
Auch die Vertragssituation spielt eine Rolle: Sein Vertrag bei Fulham läuft 2027 aus, dann wäre er ablösefrei, allerdings besitzt der Klub eine Verlängerungsoption. Ein Wechsel im kommenden Sommer würde für Bayern daher entweder eine überschaubare Ablöse oder sogar einen ablösefreien Transfer bedeuten.
Gibt es weitere Kandidaten für das Bayern-Tor?
Leno ist nach aktuellem Stand nicht der einzige Name, der bei den Münchnern kursiert. Neben Leno soll auch Finn Dahmen vom FC Augsburg auf der Liste der Münchner stehen. Der Augsburger Keeper gilt als Nationalspieler mit reichlich Bundesliga-Erfahrung und wäre im kommenden Sommer ebenfalls ablösefrei zu haben, sollte er seinen Vertrag nicht verlängern.
Wichtig ist dabei: Konkrete Verhandlungen mit einem der genannten Kandidaten gibt es bislang nicht. Aktuell handelt es sich bei der Planung für die Neuer-Nachfolge nur um Gedankenspiele, konkrete Gespräche sollen allerdings zeitnah aufgenommen werden.
Wie geht es für Manuel Neuer selbst weiter?
Trotz aller Nachfolge-Debatten bleibt Neuer vorerst Kapitän und Nummer eins beim FC Bayern. Trainer Vincent Kompany hatte zuletzt betont, dass es beim Rekordmeister keine feste Rotation zwischen den Pfosten geben werde und die Entscheidung über den Einsatz stets situativ getroffen werde. Ob Neuer seine Karriere tatsächlich im kommenden Sommer beendet oder doch noch einmal verlängert, ist derzeit offen – die endgültige Entscheidung darüber liegt weiterhin beim langjährigen Bayern-Kapitän selbst.
Für die Münchner Vereinsführung bedeutet das: Solange keine Klarheit über Neuers Zukunft herrscht, bleiben auch die Personalplanungen für die Torwartposition Spekulation. Klar scheint bislang nur, dass Jonas Urbig langfristig die Nummer eins werden soll, während die Rolle dahinter neu besetzt werden könnte.
