Joshua Kimmich trauert um seinen Vater Berthold, der im Alter von 57 Jahren überraschend gestorben ist. Der Kapitän des FC Bayern München fehlte deshalb am Mittwochabend im Champions-League-Heimspiel gegen den FC Arsenal, das 2:2 endete. Der Verein bestätigte den Trauerfall im engsten Familienkreis und bat um Respekt für die Privatsphäre der Familie.

Ein Schicksalsschlag für den Bayern-Kapitän

Berthold Kimmich ist überraschend an einem Herzinfarkt verstorben, sein Sohn trat deshalb am Mittwoch nicht gegen Arsenal an. Bereits beim Abschlusstraining am Dienstag war Joshua Kimmich beim FC Bayern abwesend, wobei der Club zunächst private Gründe für das Fehlen nannte. Erst am Mittwoch wurde der traurige Hintergrund öffentlich.

«Wegen eines Trauerfalls im engsten Familienkreis befindet sich Joshua Kimmich heute nicht im Kader für das Spiel gegen Arsenal London», teilte der FC Bayern am Mittwoch auf der Plattform X mit. Der Verein nannte den Verstorbenen zunächst nicht namentlich, mehrere Medien berichteten jedoch übereinstimmend, dass es sich um Kimmichs Vater handelt.

Wer war Berthold Kimmich?

Berthold Kimmich, in seiner Heimat auch unter dem Spitznamen „Beppo“ bekannt, wurde 57 Jahre alt. Die Familie stammt aus Bösingen in Baden-Württemberg. Berthold war bei Joshuas erstem Klub VfB Bösingen im Juniorenbereich aktiv und förderte seinen Sohn von klein auf.

Der treibende Kraft hinter der Karriere

Berthold Kimmich spielte eine wichtige Rolle auf dem Weg seines Sohnes zum Fußballprofi und brachte ihn regelmäßig zum Training in die rund 100 Kilometer entfernte Landeshauptstadt. In einer ZDF-Dokumentation aus dem Jahr 2020 erinnerte sich Kimmich daran, dass sich die Strecke damals wie „eine halbe Weltreise“ angefühlt habe. Im Heimatdorf sei sein Vater für diesen Einsatz teilweise sogar belächelt worden.

Enge Bindung bis zuletzt

Die Beziehung zwischen Vater und Sohn war über Jahre öffentlich sichtbar. Wie eng die Beziehung zwischen Vater und Sohn war, zeigten mehrere Fernsehdokumentationen – in der ZDF-Produktion „Der Mensch Joshua Kimmich“ sitzen beide gemeinsam am Frühstückstisch im elterlichen Garten, auch in der Dokumentation „Kapitän Kimmich“ spielte Berthold eine Rolle. Berthold Kimmich hinterlässt seine Ehefrau Anja, seine Tochter Deborah, Sohn Joshua und vier Enkelkinder.

Das Spiel gegen Arsenal und die Reaktionen

Der Star des FC Bayern München und ehemalige Jugendspieler des VfB Stuttgart verpasste das Champions-League-Heimspiel des deutschen Rekordmeisters gegen Arsenal FC, das 2:2 endete. Trainer Vincent Kompany äußerte sich am Rande der Partie einfühlsam zur Situation seines Kapitäns und machte deutlich, dass für ihn menschliche Belange vor sportlichen stehen.

Was von hier an wichtig ist

Für die deutsche Nationalmannschaft, deren Kapitän Kimmich ist, und für den FC Bayern in der laufenden Champions-League-Saison bedeutet der Trauerfall zunächst vor allem eines: Rücksicht. Der Verein bat ausdrücklich darum, die Privatsphäre der Familie zu respektieren, weshalb bislang keine weiteren Details zu einer möglichen Trainerpause oder Rückkehr Kimmichs veröffentlicht wurden.

Kimmich selbst gilt seit Jahren als einer der prägendsten Spieler des deutschen Rekordmeisters, dessen Weg über den VfB Stuttgart und RB Leipzig zum FC Bayern führte. In seinem Heimatort Bösingen, wo er aufgewachsen ist, wird der Verlust seines Vaters besonders schmerzlich wahrgenommen, da Berthold Kimmich dort als Mitbegründer der sportlichen Laufbahn seines Sohnes bekannt war.

Häufige Fragen rund um den Trauerfall

Die Anteilnahme in Bösingen und darüber hinaus ist groß, da Berthold Kimmichs Rolle in der Karriere seines Sohnes über Jahre öffentlich dokumentiert war. Fans und Beobachter erkundigen sich derzeit vor allem danach, warum Kimmich zuletzt nicht im Kader stand und was über die Todesursache bekannt ist.