Der österreichische Nordische Kombinierer Stefan Rettenegger hat sich mit seiner Freundin Lena verlobt. Das Paar machte die frohe Nachricht am 1. Oktober 2026 über Instagram öffentlich, nachdem der 24-Jährige im vergangenen Winter bei den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina Bronze geholt hatte.
Wie wurde die Verlobung bekannt?
Die frisch Verlobte machte die freudige Nachricht auf Instagram öffentlich und schrieb zu mehreren Bildern mit dem Paar: „Ahh verlobt. Ich liebe dich!“ Zu sehen sind die beiden auf den Fotos gemeinsam mit dem Verlobungsring.
Für den Salzburger ist es damit bereits der zweite große Jubelmoment in diesem Jahr. Für den 24-jährigen Salzburger ist es bereits der nächste emotionale Höhepunkt in diesem Jahr, nachdem er sich bei den Olympischen Winterspielen in Cortina über eine Medaille freuen durfte.
Olympia-Bronze als sportlicher Höhepunkt
Stefan Rettenegger und Johannes Lamparter hatten bei den Olympischen Spielen im abschließenden Team-Sprint der Nordischen Kombinierer die Bronzemedaille erobert, nachdem das österreichische Duo nach dem Springen nur auf Rang fünf gelegen war und sich bei dichtem Schneefall in Tesero nur Norwegen und Finnland geschlagen geben musste. Dramatisch wurde es in der Loipe: Ein Sturz von Rettenegger in seiner letzten Runde hatte alle Hoffnungen auf Gold zunichte gemacht.
Am Ende reichte es dennoch zu Edelmetall. Gold ging im Zielsprint gegen die Finnen Eero Hirvonen/Ilkka Herola an die Norweger Andreas Skoglund/Jens Luraas Oftebro. Für Rettenegger war es die erste Olympiamedaille seiner Karriere, nachdem er zuvor bereits bei den Weltmeisterschaften 2023 in Planica Bronze im Team Large Hill und im Mixed-Team sowie 2025 in Trondheim Bronze im Mixed-Team gewonnen hatte.
Gemeinsames Olympia-Debüt mit Bruder Thomas
Besonders war die Reise nach Mailand-Cortina auch deshalb, weil Rettenegger sie gemeinsam mit seinem Bruder antrat. Das Brüderpaar Thomas und Stefan erfüllte sich nämlich gemeinsam den Traum von einer Olympia-Teilnahme, denn beide feierten bei den Winterspielen 2026 ihre Olympia-Premiere. Stefan Rettenegger stammt aus dem Salzburger Pongau; er ist ein Nordischer Kombinierer aus Pfarrwerfen und startet für die Turn- und Sportunion St. Veit im Pongau.
Wie geht es mit der Nordischen Kombination weiter?
Die sportliche Zukunft der Disziplin, in der Rettenegger seine Erfolge feiert, ist allerdings ungewiss. Die Ära der Nordischen Kombination bei Olympia ist nach mehr als 100 Jahren vorerst beendet, die Sportart zählt für die Winterspiele 2030 in Frankreich nicht mehr zum Wettkampfprogramm, wie das Internationale Olympische Komitee im Sommer mitgeteilt hatte. ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher hatte die Entscheidung scharf kritisiert und von einer „Hiobsbotschaft für den österreichischen Wintersport und einem schweren Schlag für die Nordische Kombination“ gesprochen.
Trotz dieser sportpolitischen Hiobsbotschaft überwiegt bei Rettenegger aktuell die private Freude. Nach einem Jahr mit Höhen und Tiefen im Weltcup, gekrönt vom Olympia-Erfolg in Val di Fiemme, darf der Salzburger nun auch privat planen: Wie das glückliche Paar via Instagram verriet, werden schon bald die Hochzeitsglocken läuten.
Was erwartet Rettenegger als Nächstes?
Sportlich wird sich Rettenegger nun auf die kommende Weltcup-Saison konzentrieren, in der die Nordische Kombination zumindest bis zu den nicht mehr olympischen Winterspielen 2030 weiterhin ausgetragen wird. Ob und wie die Disziplin danach eine Zukunft im Weltsport hat, bleibt nach der IOC-Entscheidung offen. Für den frisch verlobten Salzburger dürfte das kommende Jahr zwischen sportlichen Zielen und der Hochzeitsplanung mit Lena aber in jedem Fall ereignisreich werden.
