Am Donnerstag, den 1. Oktober 2026, empfängt die deutsche Fußballnationalmannschaft ab 20:45 Uhr die serbische Auswahl in der Münchner Allianz Arena. Für Bundestrainer Jürgen Klopp ist es bereits das dritte Pflichtspiel, seit er das Amt übernommen hat, und die Partie in der Gruppe A2 der UEFA Nations League ist für das DFB-Team von großer Bedeutung.

Klopp wartet noch auf den ersten Sieg

Der Start in die Ära Klopp verlief für die deutsche Auswahl bislang durchwachsen. Beim Debüt trennte sich das Team von den Niederlanden torlos-gerecht mit 1:1, ehe eine überraschende 0:1-Niederlage gegen Griechenland folgte. Damit steht Klopp vor dem Duell mit Serbien noch ohne Erfolgserlebnis als Bundestrainer da und hofft in München auf den ersten Sieg seiner Amtszeit.

In der Tabelle der Gruppe A2 liegen die Griechen nach zwei Spielen mit sechs Punkten vorn, gefolgt von den Niederlanden mit vier Zählern. Deutschland steht mit nur einem Punkt auf dem dritten Rang, während Serbien nach zwei Niederlagen noch punktlos ist. Damit ist die Partie für beide Teams richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Gruppenphase.

Neuer Kader mit vielen Debütanten

Für das Spiel gegen Serbien hat Klopp seinen Kader deutlich umgebaut. Sechs Spieler aus dem ersten Aufgebot bleiben Teil der Mannschaft, während 17 neue Akteure hinzukommen – neun von ihnen haben bislang noch kein einziges A-Länderspiel bestritten. Fest steht bereits, dass im Tor ein Debütant stehen wird, da weder die zuletzt nominierten Torhüter noch weitere Kandidaten bislang für die A-Nationalmannschaft aufgelaufen sind. Auch die Kapitänsfrage stellt sich neu, da der bisherige Spielführer die Mannschaft bereits nach den ersten beiden Partien verlassen hat.

Sicherheitsbedenken wegen des Oktoberfests

Neben dem sportlichen Aspekt sorgt der Termin der Partie für Diskussionen abseits des Platzes. Einem Bericht zufolge sind Münchner Behörden nicht glücklich über die Ansetzung des Länderspiels ausgerechnet während der Oktoberfest-Zeit, weil die Wiesn ohnehin schon zahlreiche Sicherheitskräfte bindet. Eine Sprecherin der Stadt erklärte, man habe angemerkt, „eine Verschiebung für sinnvoll gehalten“ zu haben, da eine solche Maßnahme eine Erleichterung dargestellt hätte. Eine Verlegung war laut Angaben allerdings wegen des eng getakteten internationalen Spielplans nicht mehr möglich, zumal der DFB die Austragungsorte für Länderspiele Monate im Voraus festlegt.

Hintergrund der Sorge sind auch die Ereignisse bei der Heim-EM 2024: Damals war es in München rund um ein Spiel mit serbischer Beteiligung zu Ausschreitungen gekommen, bei denen Polizeibeamte verletzt wurden. Die Münchner Polizei stuft die anstehende Partie diesmal jedoch als Spiel mit mittlerem Risiko ein und zeigt sich vorbereitet. Weil der serbische Verband wegen einer früheren UEFA-Strafe für Fan-Ausschreitungen keine Tickets an eigene Anhänger verkaufen durfte, rechnen die Einsatzkräfte nicht mit großen Fangruppen aus Serbien vor Ort. Zusätzlich beschäftigt die Sicherheitsbehörden auch ein Basketball-Gastspiel eines serbischen Vereins in München nur einen Tag später, was die Lage in der bayerischen Landeshauptstadt in dieser Woche zusätzlich anspannt.

Wie geht es für Deutschland weiter?

Nach dem Duell mit Serbien wartet für das DFB-Team bereits das nächste Spiel der intensiven Länderspielphase, die insgesamt vier Partien innerhalb weniger Tage umfasst. Klopp hatte deshalb schon zu Beginn seiner Amtszeit einen großen Spielerpool auf zwei Kader aufgeteilt, um die Belastung zu steuern. Wie sich die junge, stark veränderte Mannschaft gegen Serbien schlägt, dürfte auch richtungsweisend dafür sein, wie viel Vertrauen Klopp in den kommenden Wochen in seine neuen Kräfte setzt.

Für Serbien wiederum geht es unter Trainer Veljko Paunovic darum, nach dem torlosen Start in der Gruppe zumindest den ersten Punktgewinn einzufahren. Ein Erfolg in München wäre für die Balkan-Auswahl ein deutliches Achtungszeichen in einer Gruppe, die von den favorisierten Griechen und Niederländern angeführt wird.