Österreichs Fußball-Nationalteam ist am Sonntagabend, dem 4. Oktober 2026, im Fadil-Vokrri-Stadion von Pristina zum Rückspiel gegen Kosovo angetreten. Teamchef Ralf Rangnick schickte dabei mit Felix Bacher einen Debütanten in die Startformation, während es für das ÖFB-Team in der Nations-League-Gruppe B3 um die Tabellenführung ging.

Was steht beim Rückspiel in Pristina auf dem Spiel?

Österreichs Fußball-Teamchef Ralf Rangnick setzte im Nations-League-Auswärtsspiel am Sonntagabend im Kosovo mit Felix Bacher auf einen Debütanten in der Startformation. Es war die vierte von sechs Partien im laufenden Nations-League-Durchgang der Liga B.

Vorausgegangen war ein deutlicher Heimerfolg: Beim Hinspiel im Wiener Prater hatte sich Österreich bereits durchgesetzt. Im Ernst-Happel-Stadion gewann die Mannschaft mit 3:1 (2:0), wobei Innenverteidiger David Affengruber in seinem zweiten Länderspiel sein Tordebüt feierte (23.), kurz vor der Pause erzielte auch Stürmer Junior Adamu seine Torpremiere (45.+2). In Halbzeit zwei erhöhte Carney Chukwuemeka auf 3:0, ehe Edon Zhegrova per Foulelfmeter in der Schlussphase zum 1:3-Endstand für Kosovo traf.

Felix Bacher feiert sein ÖFB-Debüt

Der Tiroler Legionär von Olympique Lyon bildete mit Kevin Danso das neue Innenverteidiger-Duo. Rangnick hatte sich vor dem Spiel noch zurückhaltend geäußert, ließ aber durchblicken, dass der Youngster eine echte Chance erhalten könnte.

Über den Charakter des Debütanten sagte der Teamchef: «Er macht einen sehr fokussierten, aber auch bodenständigen Eindruck.» Auch als Mensch und Charakter komme Bacher sehr gut in der Mannschaft an. Vor dem Anpfiff hatte Rangnick angedeutet: «Es ist gut möglich, dass er zum Einsatz kommt.»

So treten beide Teams an

Startelf Österreich

Die ÖFB-Startelf lautete: A. Schlager; Posch, Bacher, Danso, Laimer; X. Schlager, Seiwald; Wimmer, Schmid, Prass; Gregoritsch. Ihre Plätze behielten dabei Stefan Posch, Nicolas Seiwald, Xaver Schlager, Patrick Wimmer und Romano Schmid, im Tor hütete wie angekündigt Alexander Schlager den Kasten. Die Kapitänsschleife trug – anders als ursprünglich von der UEFA bekanntgegeben – Konrad Laimer.

Im Vergleich zum jüngsten 2:2 in Irland gab es damit erneut insgesamt sechs Änderungen in der ÖFB-Startelf. Konrad Laimer kehrte nach einer Verletzungspause zurück und rückte auf die linke Abwehrseite.

Startelf Kosovo

Kosovo trat mit Saipi; Raci, I. Krasniqi, Dellova; Vojvoda, Hodza, Avdullahu, Gallapeni; Zhegrova, Muriqi, Zabergja an. An der Seitenlinie stand mit Franco Foda ausgerechnet der frühere ÖFB-Teamchef, der die Gastgeber seit einiger Zeit betreut.

Die Ausgangslage in der Gruppe

Österreich hatte mit dem Hinspielsieg die Tabellenführung in Gruppe B3 gefestigt und stand mit sechs Punkten aus zwei Partien souverän an der Spitze. Nach dem anschließenden 2:2 in Irland kletterte die Punktzahl auf sieben, während Kosovo nach einem torlosen Remis gegen Israel mit vier Zählern auf Rang drei lag.

Für das ÖFB-Team ging es also nicht nur um die reine Tabellenführung: Ein Erfolg hätte die Mannschaft von Rangnick einem möglichen Aufstieg in die Liga A ein großes Stück nähergebracht. Selbst ein Remis hätte gereicht, um als Gruppenerster in die Länderspiele im November zu gehen.

Wie geht es weiter?

Mit dem Kosovo-Rückspiel endete für Österreich der aktuelle Vier-Spiele-Block der Nations League. Die kommenden Partien der Gruppe B3 stehen erst im November an, wenn sich zeigen wird, ob Rangnicks Mannschaft den angestrebten Aufstieg in die Liga A tatsächlich fixieren kann.

Für Nachwuchsspieler wie Bacher dürfte die Reise nach Pristina unabhängig vom Ausgang ein wichtiger Schritt gewesen sein. Wie sich die Personalsituation rund um das ÖFB-Team bis zum nächsten Lehrgang entwickelt, bleibt ebenso abzuwarten wie mögliche weitere Debüts. Einen Rückblick auf die zuletzt turbulente Länderspielwoche inklusive Vorfällen rund um die ORF-Übertragung aus Irland gibt es bereits in der Nachbetrachtung des vorherigen Lehrgangs.