Die SG Flensburg-Handewitt startet am Mittwoch, 30. September 2026, um 18.45 Uhr mit einem Heimspiel gegen den spanischen Verein BM Granollers in die neue Gruppenphase der Handball-European-League. Der Bundesliga-Spitzenreiter geht mit breiter Brust in den europäischen Wettbewerb, nachdem er zuletzt im Derby bei Rekordmeister THW Kiel einen wichtigen Punkt gerettet hat.
Auftakt gegen den spanischen Traditionsklub
Die SG Flensburg-Handewitt startet am Mittwoch mit dem Heimspiel gegen den spanischen Club BM Granollers in die Handball-European-League, nachdem der zweithöchste europäische Wettbewerb zur Saison 2026/2027 kräftig reformiert worden ist. Granollers gilt dabei als kein gewöhnlicher Auftaktgegner: der spanische Klub kann auf eine seit 61 Jahren währende Erstklassigkeit verweisen, geht in die kommende Saison aber mit Demut.
Sportlich scheint der Gegner formstark in die Saison gestartet zu sein. Die Spanier sind mit drei Siegen in die heimische Liga gestartet und stehen aktuell auf Platz zwei der Tabelle. Für Trainer Aleš Pajovič wäre ein Auftakterfolg deshalb wichtig, um im Kampf um den Gruppensieg direkt ein Zeichen zu setzen.
Rückenwind aus dem Nordderby
Die SG geht mit positiven Erinnerungen an die jüngste Bundesliga-Partie in den Europapokalabend. Im 117. Landesderby bei Rekordmeister THW Kiel hieß es am Ende nur 31:31 (18:14), nachdem der vermeintliche Siegtreffer der Kieler wegen eines Schrittfehlers aberkannt worden war. Die Flensburger hatten dabei einen zwischenzeitlichen Rückstand aufgeholt.
Entscheidend war eine dramatische Schlussphase: Nationalspieler Marko Grgic glich nach Vorarbeit von Lasse Möller 28 Sekunden vor dem Abpfiff zum 31:31 aus. Durch das Remis bleiben beide Teams nach sechs Spieltagen ungeschlagen, beide haben nun 11:1 Punkte auf dem Konto, wobei die SG Flensburg-Handewitt aufgrund der besseren Tordifferenz ganz oben in der Tabelle steht.
Kaderplanung mit Blick auf die Zukunft
Während auf dem Feld die Gegenwart zählt, arbeitet der Verein hinter den Kulissen bereits an der Zukunft. Die SG Flensburg-Handewitt treibt ihre Kaderplanungen für den Sommer 2027 weiter voran, nachdem sie sich zuletzt für eine Millionensumme die Dienste von Martim und Francisco Costa gesichert hat und mit Victor Kløve nur wenig später der nächste Neuzugang folgte. Der Rückraumspieler soll von Frisch Auf Göppingen an die Förde wechseln.
Nun kursiert ein weiterer Name in der Gerüchteküche. Die SG Flensburg-Handewitt interessiert sich für den schwedischen Kreisläufer Felix Möller, der eigentlich noch bis 2028 bei Aalborg Handbold in Dänemark unter Vertrag steht. Berichten zufolge stehen der Spieler und der Klub bereits in Gesprächen über einen möglichen Wechsel.
Demnach sprechen der 24-Jährige und der Traditionsklub von der Ostsee bereits über einen Wechsel, der Nationalspieler könnte demnach schon 2027 in Flensburg anheuern. Offiziell bestätigt hat der Verein den Wechsel bislang nicht.
Ausblick auf die Gruppenphase
Nach dem Duell mit Granollers wartet auf die Schleswig-Holsteiner bereits am Samstag das nächste Bundesliga-Spiel, ehe die Saison in der European League mit weiteren Gruppenspielen fortgesetzt wird. Zum vierten Mal in Folge steigt die Finalrunde des zweitwichtigsten Europapokals in Hamburg, wo die SG erneut vertreten sein möchte.
Für die Fans an der Förde verspricht die Saison damit gleich auf mehreren Ebenen Spannung: den Kampf um die deutsche Meisterschaft, das internationale Abenteuer in der European League und die sich anbahnenden Personalentscheidungen für die kommenden Jahre.
