Carlos Alcaraz hat sein mit Spannung erwartetes Comeback bei den Erste Bank Open in Wien erfolgreich gemeistert. Am Dienstag setzte sich der Spanier in der Wiener Stadthalle gegen den Russen Karen Chatschanow durch und zog damit ins Achtelfinale des ATP-500-Turniers ein. Carlos Alcaraz hat am Dienstag beim ATP-500-Turnier in Wien das Achtelfinale erreicht. Der Spanier besiegte den Russen Karen Chatschanow bei den Erste Bank Open mit 6:4 7:6 (7/5).

Ein Comeback nach fünf langen Jahren

Für Alcaraz war es die Rückkehr an einen besonderen Ort: Fünf Jahre nach seinem bisher letzten Auftritt ist Carlos Alcaraz Garfia zurück bei den Erste Bank Open. Bei seinem letzten Antreten in der Bundeshauptstadt erreichte er 2021 das Halbfinale, ehe er dem späteren Turniersieger Alexander Zverev unterlag.

Dass der Weltranglisten-Dritte überhaupt in Wien aufschlug, hat einen konkreten Grund: Sein Antreten kam im Grunde durch die Absage des Six Kings Slam in Saudi-Arabien zustande, und natürlich durch die Überredungskünste von Turnierdirektor Herwig Straka. Alcaraz selbst begründete die kurzfristige Zusage mit seinem Wunsch nach Wettkampfpraxis: «Ich brauche Wettkämpfe, Turniere und Match-Rhythmus, um wieder mein bestes Niveau zu erreichen.»

Zittersieg nach zwei Stunden Spielzeit

Erster Satz: frühes Break und schnelle Antwort

Leicht machte es ihm Chatschanow nicht. Alcaraz musste im ersten Satz ein frühes Break zum 2:3 hinnehmen, konnte aber prompt mit einem Rebreak antworten. Danach drückte der siebenfache Grand-Slam-Sieger aufs Tempo und stellte auf 6:4.

Zweiter Satz: abgewehrte Matchbälle und Tiebreak-Drama

Im zweiten Durchgang wehrte Chatschanow bei 4:5 gleich drei Matchbälle ab und nahm dem Spanier danach sogar den Aufschlag ab. Alcaraz ließ sich davon nicht beirren, konterte bei 5:6 mit einem Rebreak und erzwang den Tiebreak. Dort zog Chatschanow zunächst auf 3:1 davon, doch der Spanier gab sich erneut nicht geschlagen und verwandelte nach zwei Stunden und vier Minuten seinen vierten Matchball zum 6:4, 7:6 (7/5)-Sieg.

Besonders bitter für den Russen: Bereits vor der Partie hatte Chatschanow alle bisherigen sechs Duelle gegen Alcaraz verloren, diesmal gelang ihm immerhin das erste Break der Rivalität im Match zum 3:2 – am Ende reichte es dennoch nicht für die erste Overall-Bilanz-Verbesserung.

Rodionov als möglicher Gegner im Achtelfinale

Für heimische Fans wird es jetzt besonders spannend. Möglicher Zweitrundengegner ist ÖTV-Ass Jurij Rodionov, sollte dieser am Mittwoch gegen den Georgier Nikolos Basilaschwili weiterkommen. Rodionov war nach starken Auftritten beim erfolgreichen Davis-Cup-Duell mit Belgien mit der ersten Wildcard für das Turnier bedacht worden und gilt als Hoffnungsträger des Heimpublikums in der Stadthalle.

Ein weiterer Österreicher war dagegen schon vor Alcaraz' Auftritt out: Qualifikant Lukas Neumayer musste sich in seinem Debüt-Duell gegen Jakub Mensik in nur 61 Minuten mit 2:6, 2:6 geschlagen geben.

Was im weiteren Turnierverlauf wartet

Medvedev und Paul als mögliche nächste Hürden

Sollte Alcaraz das Achtelfinale überstehen, wäre in der Vorschlussrunde laut Setzliste Daniil Medvedev der papierformgemäße Gegner, im Viertelfinale würde Tommy Paul warten. Ein erneutes Duell mit Zverev, der in Wien als Topgesetzter ins Turnier gestartet ist, wäre damit frühestens im Finale möglich – jenem Zverev, der in Kürze erstmals die Nummer eins der Tenniswelt werden soll.

Übertragung in Österreich

Wer die weiteren Partien von Alcaraz live verfolgen möchte, kann dies in Österreich im TV bei Servus TV sowie im Livestream auf Servus On tun. Zusätzlich zeigt der ORF Zusammenfassungen und Highlights der Erste Bank Open auf ORF SPORT+ und ORF 1.